Rathaussturm mit neuem Konzept kam super an

Leicht würde sie es den Fastnachtern nicht machen. Das hatte unsere neue Bürgermeisterin dem Eppelheimer Carneval Club im Voraus des traditionellen Rathaussturms schon versprochen, schließlich hatte sie selbst lange genug um ihren Platz im Rathaus „gekämpft“. Mit einer großartigen Kreativität warteten die Mitarbeiter des Rathauses unter der Führung ihrer neuen Chefin auf: Mehrere Aufgaben mussten die ECC-Narren erfüllen, um letztenendlich an den goldenen Rathaus-Schlüssel zu gelangen und für die kommende Fastnachtscampagne die „Regie“ im Rathaus zu übernehmen.

Bereits an der Eingangstür empfing die Stadtspitze die herbeigezogenen Fastnachter mit Holzschwertern und erklärte: „Unsere Burg Eppelot müsst ihr euch verdienen!“ Wenige Minuten später waren die Narren unter lauten „Hellau!“-Rufen in die Rathausräume vorgedrungen, wo die Aufgaben auf sie warteten. Zunächst musste sich Ehren-Elferrat Rudi Baus gegen Rathaus-Mitarbeiter Klaus Hildebrandt im Mikado beweisen und bewies die ruhigere Hand – die Narren konnten in den Ratssaal vordringen.

Dort wartete die nächste Aufgabe auf Vize-Sitzungspräsident Mark Föhr: „Ihr wollt die Bürger versorgen? Zeigt mal was ihr könnt! Fangen wir bei den kleinsten an!“, forderte das Burgfräulein Rebmann ihn auf. Mit Feuerwehr-Handschuhen und Schutzbrille musste er aus der „Zauber-Maschine“ Zuckerwatte für die anwesenden Kinder zubereiten. Nicht ganz einfach, aber trotzdem keine große Hürde für den jungen Fastnachter.

Um an den Schlüssel zu kommen, war nun noch Grips gefragt: „Als Stadtoberhaupt muss man eloquent sein“, erklärte die Bürgermeisterin. Sie gab Sitzungspräsident Jens Schneider etwa 20 Sprichwörter vor – dieser musste sinnvoll ergänzen. In wortgewandten Angelegenheiten geben sich Bürgermeisterin und Sitzungspräsident die Klinke in die Hand, deshalb war dieses Hindernis schnell überwunden. Die große Überraschung kam zum Schluss: Das „Burgfräulein“ zog den letzten Trumpf: Ähnlich wie das Schwert in der Sage im Stein steckte, war der goldene Rathausschlüssel in einem Eisblock eingefroren. Die Narren konnten diesen mit viel handwerklichem Geschick und einem zufällig (!) gerade einsteckendem Hammer und Meißel freiklopfen – Chefin Rebmann gab sich geschlagen, die Narren hatten das Rathaus erobert. Um dies zu verdeutlichen, wurde anschließend die neue, närrische Flagge des ECC am Rathaus gehisst.

Das Spektakel kam bei den Menschen super an. „Ich finde das großartig! Ein sehr unterhaltsamer Einstand der Narren. Das hat richtig Spaß gemacht beim Zusehen!“, kommentierte Birgit Klein das Geschehen, die extra mit ihren zwei kleinen Söhnen aus Heidelberg zum Zuschauen gekommen war. Auch der ECC war sehr glücklich mit dem neuen Programm beim Rathaussturm. „Wir sind in offene Arme gelaufen und waren von der Kreativität unserer neuen Bürgermeisterin mehr als begeistert! Es waren viele Gemeinderäte und Mitarbeiter da und deutlich mehr Besucher als in den letzten Jahren, das hat uns sehr gefreut! Wir möchten mit der Fastnacht Freude zu den Menschen hier in der Region bringen und freuen uns, wenn dieses Angebot auf so großes Interesse stößt.“

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